MARKT-ANALYSE
01.06.2026

DAX: Ausbruch nimmt Gestalt an

Der DAX ist über 25.000 Punkte gestiegen – und hält sich da bislang. Je länger das gelingt, desto wahrscheinlicher wird ein baldiger Ausbruch über bisherige Höchststände. Das würde auch Rückenwind für unsere Depotauswahl bedeuten.

Der DAX trotzt in beeindruckender Manier den Belastungen aus dem Irankonflikt und der Unsicherheit, die aus dem zähen Verhandlungspoker resultiert: Mit dem Anstieg über 25.000 Punkte ist dem deutschen Leitindex ein wichtigstes Signal gelungen. Noch bemerkenswerter ist diese Entwicklung angesichts der zuletzt eher schwachen Konjunktur-Frühindikatoren. Die Anleger dürften auf diesen Kursschub nicht gut vorbereitet sein.

Frühindikatoren zeigen tristes Bild

Nach dem Ausbruch des Irankriegs sind die Frühindikatoren zur deutschen Wirtschaft abgestürzt, was vor allem eine Reaktion auf den Anstieg der Energiepreise und mögliche Probleme in den Lieferketten darstellt. Im Mai haben sich sowohl der ZEW-Index (+7,0 auf -10,2 Punkte) als auch der IFO-Index (+0,4 auf 84,9 Punkte) dann etwas erholt, die Werte liegen aber trotzdem weit unter dem Vorkriegsniveau. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie hat im Mai nach vorläufiger Erhebung mit dem zweiten Rückgang in Folge (um -1,5 auf 49,9 Punkte) sogar wieder die Expansionsschwelle von 50 unterschritten.

Quelle: Deutsche Börse

Hohe Mehrbelastung

An der Börse wurde aber schon die kleine Erholung bei IFO- und ZEW-Index honoriert. Das dürfte die Spekulation widerspiegeln, dass es bald doch eine Einigung im Irankonflikt gibt. Das Gros der Anleger hierzulande scheint auf dieses Szenario nicht gut vorbereitet zu sein. Die lange Seitwärtsphase, der Kriegsausbruch und der zwischenzeitliche Rutsch des DAX aus dem Seitwärtskorridor nach unten hat die optimistische Stimmung gemäß Deutsche Börse Sentiment-Index größtenteils eliminiert. Damit dürften die Anleger von dem Kursanstieg auf dem falschen Fuß erwischt worden sein.

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Fazit

Die Nachrichtenlage ist wenig erbaulich, trotzdem gelingt dem DAX mit dem Anstieg über 25.000 Punkte ein positives und technisch wichtiges Signal. Das zugleich relativ skeptische Anlegersentiment signalisiert, dass der Leitindex mal wieder an der börsensprichwörtlichen „Mauer der Angst“ nach oben klettern könnte. Kommt der Deal zum Iran, sind neue Höchstkurse wahrscheinlich – was auch für unser Musterdepot ein positives Szenario darstellen würde.

Seit seiner Auflage im Juni 1999 hat das Musterdepot des Anlegerbriefs bereits eine Rendite von 3.609 % erzielt, während der DAX im gleichen Zeitraum um 369 % gestiegen ist (Stand 01.06.2026, 13:35 Uhr).

Disclaimer

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